Wettbewerb Radeberger

Briefing

Anstelle des von der Stadt Bad Vilbel vorgesehenen Gewerbeparks „Im Schleid“ soll das Grundstück nun den Neubau der Brauerei für die Radeberger Gruppe aufnehmen. Die dafür zur Verfügung stehende Fläche ermöglicht den Bau einer zukunftsweisenden großzügig bemessenen Brauereianlage.

Ein Haus der deutschen Bierkultur als Teil der Fabrikanlage soll sowohl eine attraktive Ankerfunktion für Mitarbeiter, Besucher und Fachinteressenten übernehmen als auch dem Label der Radeberger Gruppe eine weit über die Region hinausgehende corporate identity verleihen.

Die durch den Bebauungsplan „Krebsschere Ost“ vorgezeichneten Strukturelemente (Erschließung, Zuordnung von Funktionen, Grünbereiche etc. bleiben zuerst einmal unberührt, da sie außerhalb des Bebauungsplanes „Im Schleid“ liegen, die Brauerei aber über diese Erschließungselemente angedient wird).

Lösung

Ein wesentliches Element für die gesamte Entwicklung des Wohn- und Gewerbegebietes westlich von Bad Vilbel ist der projektierte nordsüdgerichtete und zentral verortete Grünzug, der neben seiner bedeutenden kleinklimatischen Aufgabe für die dort projektierten Bauten auch Erholungs- und Freizeitfunktionen besitzt.

Auf diesen Grünzug sollte das Haus der deutschen Bierkultur reagieren. Es bildet entlang der grünen „Mall“ den nördlichen attraktiven Endpunkt der Achse und erhält somit eine äusserst interessante, prägende Vorzone.

Für die visuelle und stadträumlich verträgliche Verknüpfung der Brauerei mit dem Ort Bad Vilbel ist der östliche Abschnitt der Homburger Straße mit Anschluss an die Friedberger Straße eine wichtige „städtische“ Verbindung. Dies bedeutet, dass die östliche Zufahrt zur Anlage zusammen mit dem Haus der deutschen Bierkultur ebenso eine städtebaulich-architektonische Qualität wie die Zuordnung des Hauses zum zentralen Grünpark aufweisen sollte. Die Ausformung der Straße als „städtischer Boulevard“ ist ein geeignetes Instrument, die neue Hauptverwaltung prominent mit dem Ort Bad Vilbel zu vernetzen.