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Neubau Zentralkantine
Mehr als nur der bloße Zweck

Der Bauplatz gehört zum Umfeld der ikonischen Architektur von Peter Behrens. Aus ihrem baulichen und historischem Einfluss ergeben sich komplexe Ansprüche an die Planung der Lage und Form des Baukörpers. Zum einen sollte das zu errichtende Gebäude das Kultur- und Baudenkmal in seiner Bedeutung für den Ort stärken. Zum anderen ist für die Infraserv GmbH als Bauherrn wichtig, die Attraktivität des Industrieparks Höchst (IPH) zu fördern, auch im Hinblick auf weitere Ansiedlungen.

Der Entwurf für das neue Gebäude soll sich daher nicht auf den Zweck „Kantine“ einschränken, sondern zur modernen Arbeitskultur der über 90 internationalen Unternehmen passen, die heute im IPH ansässig sind. Ästhetisch bedeutet dies: Der geplante Neubau muss sich dem Behrensbau respektvoll unterordnen und dennoch selbstbewusst und attraktiv auftreten.

Unser Vorschlag hält den Blick auf den Behrens-Bau völlig frei. Dies wird durch die Position des Neubaus am westlichen Rand des Geländes, mit großem Abstand zu dem denkmalgeschützten Gebäude, sowie durch den nahezu komplett transparenten Baukörper. Die riesigen Glaswände halten zudem den Blick auf das identitätsstiftende Kulturdenkmal auch im Innern präsent.

Die Ausrichtung, das Böschungsbauwerk sowie die Sitzstufen-Arena prägen die Platzgestalt und gemeinsam mit dem Behrens-Bau das räumliche Erleben des Orts.

Das Zusammenspiel von Behrens-Gebäude und Zentralkantine sorgt dafür, dass ein bedeutungsvoller „dritter Ort“ mit sozialer Funktion entsteht. Das soziale Momentum, fast ein Pausenforum für den IPH, ist entscheidend, damit der Platz als „neue Mitte“ erlebt werden kann.

Vor dem neuen Gebäude entsteht ein Freiraum für Begegnung, Bewegen und Entspannen. Wir empfehlen daher, die Flächen, die neben der Kantine frei werden, als grünes Umfeld zu entwickeln, das die soziale Funktion des Orts für die „Industriepark-Familie“ stärkt.

Die Lösung für diese widersprüchliche Aufgabe besteht in der schlüssigen Vereinigung von mehreren konzeptionellen Ideen.

Maximaler Achtungsabstand zum Behrens-Bau, indem wir den Baukörper an die nordwestliche Geländekante setzen und leicht zum Behrens-Bau hindrehen.

Der Lichthof ermöglicht, das hinter dem Böschungsbauwerk verborgene Untergeschoss uneingeschränkt zu nutzen.

Geringer „Fußabdruck“ durch die unsichtbare Dreistöckigkeit mit gleichwertigen Eingängen im Norden und Süden, sodass das Gebäude den Gästen zwei Erdgeschoss-Eingänge auf zwei Leveln und in zwei Richtungen bietet (keine „Hinterseite“).

Versteckte Anlieferung auf der vom Behrens-Bau abgewandten Westseite.

Transparenz und Leichtigkeit durch fast völligen Verzicht auf tragende Wände (überirdisch) und einem Flachdach, das lediglich auf schlanken Stahlträgern aufliegt.

Planvolle Bepflanzung rund um die Eingänge auf Süd- und Nordseite.

Unser Entwurf hat als Vision den sozialen Wert. Bei Verwaltungsbauten denken wir heute selbstverständlich mit, dass die Attraktivität der Arbeitsplatzumgebung zum „employer’s branding“ gehört.

In diesem Sinne sollte die neue Zentralkantine einen entspannten, liebenswürdigen Ort für Begegnungen, Gespräche und kurzes Ausruhen entstehen lassen.

Die sichtbare Wertschätzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich darin ausdrückt, gehört zur Leitidee unseres Entwurfs.

Projekt Konkurrenzverfahren »Neubau Betriebsrestaurant Infraserv Höchst« 2024
BGF 3.500 qm
Besonderheit Der zweigeschossige Raum orientiert sich an den Außenkanten des Behrensbaus und bildet eine architektonische Negativform zu dessen Baukörper.
Bauherr Infraserv GmbH & Co. Höchst KG

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