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Studie EZB, 2023
Den Hauptstandort weiterbauen - geht das?

Projekt EZB Siteplan Bestand

Im Frühjahr 2002 erwarb die EZB von der Stadt Frankfurt am Main die ehemalige Großmarkthalle mit den dazugehörigen Grundstücken, um dort im Osten Frankfurts den neuen Hauptsitz zu errichten. Soeben hielten die EU-Bürger erstmals die neue Währung physisch in den Händen. Das Gebäude sollte dementsprechend der gewachsenen Bedeutung der EZB und ihren umfangreichen Aufgaben in jeder Hinsicht, auch ästhetisch, gerecht werden.

Nach mehreren Wettbewerbsphasen entschied sich die EZB drei Jahre später für das ästhetisch und bautechnisch ambitionierte Konzept von COOP HIMMELB(L)AU (Wien). Die Gesamtgenehmigung der Baupläne erging 2008, zwei Jahre später erfolgte die Grundsteinlegung und nach weiteren vier Jahren, im November 2014, zogen die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihre neuen Büros.

Das Ergebnis ist gelungen. Die Sonderstellung der Europäischen Zentralbank fußt sichtbar nicht nur auf dem Abstand zu den Frankfurter Türmen der Geschäftsbanken, sondern auch auf der innovativen Präsenz der gekrümmten Glasflächen der beiden Hochhausscheiben bis auf 185 Meter Höhe.

EZB Erweiterung Modell TEK TO NIK architekten

Schon seinerzeit hatten verschiedene Wettbewerbsteilnehmer ihre Vorschläge explizit so angelegt, dass weitere Hochbauten später hinzugefügt werden könnten. Auch die durch ein Atrium zu einer Großform verschmolzenen zwei Scheiben der gebauten Lösung lassen prinzipiell Platz für ein weiteres Hochhaus.

Nach 4 Jahren intensiver Zusammenarbeit mit der EZB kannten wir die weiteren Lokalisierungen der EZB im Frankfurter Stadtgebiet recht gut. Daraus erschien uns 2022/23 erkennbar, dass es für die EZB früher oder später der logisch nächste Schritt sein könnte, neben der Zentrale ein weiteres großes Gebäude zu realisieren.

Aus diesem Grund beschäftigten wir uns intern (ohne Auftrag) mit der Frage, wie das Weiterbauen an der EZB Zentrale so gelingen könnte, dass der entstandene Solitär sowie das weitere Gebäude zu einer neuen Gesamtwirkung verschmelzen könnten, also die vorhandene Großform in ihrer Fernwirkung noch unangreifbarer stärken würden, um insgesamt ein Emblem für das gewachsene Selbstbewusstsein des Euro-Raums und die globale Bedeutung seiner Währung entstehen zu lassen.

 

Unsere Entwurfslösung für einen Erweiterungsbau der EZB schließt an Ideen des HIMELB(L)AU-Gebäudes an: erneut ein Zwillingsturm, ein dynamisch verdrehter Fassadenanblick, unterschiedliche Höhen der beiden Stränge, sodass wieder eine integrierte Spitze entsteht. Dennoch sieht man keine Verdoppelung oder störendes Nebengebäude. Die beiden Bauten ergänzen sich zu eng liierten Geschwister.

In unserer Vision erreicht die Erweiterung 400 Meter Höhe. Die EZB wäre damit deutlich das höchste Gebäude innerhalb der EU und Westeuropas.

Gleichzeitig beschäftigten uns die ästhetischen Möglichkeiten einer Guardian SunGuard Verglasung. Sie hat verschiedene besondere Eigenschaften. Zum Ersten ist sie in verschiedenen Farben ausführbar, zum Zweiten verfügt sie über eine gleißend-silbrige Reflektionsstärke  und zum Dritten kann sie die Kosten für die Klimatisierung erheblich reduzieren.

In unserer Vision könnte man die verschiedenen Farben verwenden, um ohne zusätzliche Kosten die Fassade in waagerechten Zeilen zu strukturieren, was wiederum die dynamische Drehung betonen würde.

In den vier Jahren unserer engen Zusammenarbeit mit der EZB haben wir die Zentralbank immer klar entschlossen, zielstrebig und beharrlich erlebt. Dennoch hatte die neue Zentrale zwischen Feststellen des Bedarfs und endgültiger Übergabe des Gebäudes eine Strecke von rund 17 Jahren zurückgelegt.

Unsere Vision, von der wir hier einen Teil zeigen, stammt von 2023. Siebzehn Jahre weiter haben wir schon 2040. Uns sind solche Zeiträume stets bewusst. Heute muss man mehr als je zuvor möglichst weit in die Zukunft blicken. Und das heißt immer stärker: technisch vorausblicken.

An diesem Fassadenentwurf ist daher besonders hervorzuheben, was dahinter stecken soll: ein ökologisch und technisch extrem effizientes Gebäude, das den Stromverbrauch pro Arbeitsplatz gegenüber dem Bestand tendenziell um rund ein Drittel senken könnte.

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